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Rad am Rhein ist umgezogen. Nach zehn Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit probieren die Kreisverbände links und rechts des Rheins seit Früjahr 2011 unterschiedliche Wege. Das Magazin der Düsseldorfer ADFC heißt weiter Rad am Rhein und ist jetzt hier zu finden. Die ADFC-Verbände Rhein-Kreis Neuss und Krefeld/Viersen haben ein eigenes Magazin "Rad am Niederrhein" aufgelegt, das Sie hier finden können.

Hilfe, mein Rad ist weg

Da steht es, das neue Fahrrad. 27 Gänge, voll gefedert und alle möglichen neuen weiteren technischen Errungenschaften. Es lädt förmlich dazu ein, damit in die Stadt zu fahren.

Also, ab in den Sattel und auf in die Stadt. Na, das ging ja viel schneller als mit dem PKW, ich bin ja schon da. Keine lästige Parkplatzsuche, denn mit dem Rad kann man ja bis fast vor das Geschäft fahren. So, das Fahrrad noch irgendwo abstellen.

Aber halt, da fehlt doch was?

Wenn ich das Rad so abstelle, ohne es anzuschließen, ob es dann gleich noch da ist? Da hinten die zwei Typen, die so finster aussehen, haben es bestimmt auf Fahrräder abgesehen. Nein, lieber nicht, da muss ich halt noch einmal zu meinem Fahrradhändler fahren und ein Schloss kaufen. So oder ähnlich geht es vielen Radfahrern. Kaum haben sie ihr Rad abgestellt und ihm den Rücken zugedreht, könnte es schon geklaut werden. Dies gilt es zu verhindern. Fast 400.000 Fahrräder werden jedes Jahr in Deutschland als gestohlen gemeldet. Eine geringe Aufklärungsquote und wenig verbreitetes Wissen um einen wirksamen Schutz gegen den Fahrraddiebstahl tragen zur Verunsicherung von Radfahrern bei. Es ist immer eine gute Idee vom Fahrrad einige Fotos zu machen und die Rahmennummer aufzuschreiben. Auch die Codierung des Fahrrades durch den Fahrradhändler oder die Polizei hilft ein gestohlenes Fahrrad wieder zu bekommen. Am besten ist es aber das Fahrrad so zu sichern, dass es nicht gestohlen werden kann. Mit einem Schloss.

Aber welches Schloss ist nun das beste?

Im Groben kann man Fahrradschlösser in drei Klassen einteilen. Zum einen gibt es Schlösser, die völlig wertlos sind, weil schon ein Seitenschneider oder eine Büroklammer genügt, um sie zu öffnen oder zu zerstören. Dann gibt es etwas bessere Schlösser, da muss schon schwereres Gerät herbei. Ein guter Bolzenschneider, Hammer und Kältespray oder eine Akku-Flex machen diesen Schlössern nach einigen Minuten den Garaus. Gute Schlösser aber sind so schwer zu knacken, dass der Fahrraddiebstahl für den Fahrraddieb unattraktiv wird, weil er zu lange braucht, um das Schloss zu knacken oder zu zerstören. Damit wächst für den Dieb die Gefahr erheblich, dass er entdeckt wird.

Rahmenschlösser, mit dem viele Fahrräder vom Werk aus bereits ausgestattet werden, sind fest mit dem Fahrrad verbunden und sollten nur als zusätzliches Schloss oder im heimischen Keller benutzt werden. Ein mit einem Rahmenschloss abgeschlossenes Fahrrad lädt geradezu dazu ein weggetragen zu werden.

Kabelschlösser sind nicht nur unpraktisch in der Handhabung, sie bieten auch nur einen geringen Diebstahlschutz. Meist verbirgt sich unter einem dicken Plastikmantel eine zu dünne Drahtseele, die dem Seitenschneider keinen ernsthaften Widerstand entgegen setzen kann.

Panzerkabelschlösser sind da schon sicherer. Um den Kunststoffmantel eines solchen Schlosses ist hierbei noch ein zusätzlicher flexibler Blechmantel angebracht. Seitenschneider und Bolzenschneider haben so gut wie keine Chance.

Solide verarbeitete Bügelschlösser bieten den besten Schutz, wenn sie aus einem soliden Stahl gefertigt sind. Die Länge und Breite des Bügels entscheiden darüber, wie dick der Pfosten sein darf, an dem man das Fahrrad anschließen kann. Hat der Hersteller auch noch ein Aufbruch hemmendes Schloss verbaut, sollten Diebe nahezu chancenlos sein.

Ein gutes Schloss ist nicht für 10 oder 20 Euro zu haben.

Legen Sie ruhig 40 bis 50 Euro an, dann können Sie davon ausgehen, das Sie etwas Gutes erworben haben, an dem Sie lange Freude haben. Der Markt für Fahrradschlösser ist ständig in Bewegung. Es vergeht kein Jahr, in dem die Hersteller nicht neue Modelle auf den Markt bringen. Informieren Sie sich im Internet über aktuelle Tests zum Thema Fahrradschlösser, beispielsweise unter www.testberichte.de.

Und wenn Ihr Fahrrad doch einmal gestohlen wird, hilft in vielen Fällen eine Versicherung. Separate Fahrradversicherungen lohnen sich meist nicht, sie sind zu teuer. Fragen Sie bei Ihrer Hausratversicherung nach, ob das Fahrrad in der Hausratversicherung mitversichert ist Manchmal ist dafür ein kleiner Beitrag fällig. Allerdings haben die meisten Versicherungen eine Klausel in ihren Verträgen, die besagt, dass das Fahrrad in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr nur versichert ist, wenn es in Gebrauch ist oder in einem Abstellraum steht. Parken Sie ihr Fahrrad nachts unter der Laterne vor der Haustür, ist es nicht versichert. Also besser eben in den Keller tragen.

Bernhard Sybrandi