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Rad am Rhein ist umgezogen. Nach zehn Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit probieren die Kreisverbände links und rechts des Rheins seit Früjahr 2011 unterschiedliche Wege. Das Magazin der Düsseldorfer ADFC heißt weiter Rad am Rhein und ist jetzt hier zu finden. Die ADFC-Verbände Rhein-Kreis Neuss und Krefeld/Viersen haben ein eigenes Magazin "Rad am Niederrhein" aufgelegt, das Sie hier finden können.

Recht und Verkehr: Geisterradfahrer

In loser Folge wollen wir zum Verkehrsrecht berichten, von dem Radfahrer betroffen sind. Wir beginnen mit dem Thema

„Geisterradfahrer“

Wer tut es nicht ab und zu? Den Radweg in falscher Richtung benutzen ...

Wer die Verkehrsregeln aber nicht ernst nimmt, hat gegenüber Autos keine Vorfahrt und im Falle eines Unfalles haftet dann der Radfahrer alleine. So hatte zumindest das OLG Bremen (Aktenzeichen 3 U 69/96) entschieden.

Jetzt hat aber das OLG Hamm (Aktenzeichen 9 U 12/98) eine etwas „praxisnähere“ Entscheidung getroffen, die uns „Geisterradfahrern“ nur zu Gute kommt:

Ein Autofahrer wollte von einer Nebenstraße in eine Hauptstraße einbiegen, in der sich Radwege in beide Fahrtrichtungen befanden. Der Autofahrer blickte nur nach links, von wo er Radfahrer erwartete. Tatsächlich kam allerdings von der rechten Seite ein Radfahrer, den der Autofahrer übersah. Es kam zum Zusammenstoß. Urteil der Richter: Jeder haftet zur Hälfte. Begründung: Der Autofahrer hätte auch nach rechts schauen müssen. Er hätte wissen müssen, dass Radfahrer häufig unzulässigerweise Radwege in der falschen Fahrtrichtung befahren. Es sei eine allgemein bekannte Tatsache, dass Radfahrer Verkehrsregeln missachten!

Es scheint so, als würden Richter in Hamm noch Fahrrad fahren ...

Nicola Behrenwaldt, Rechtsantwältin mit Interessenschwerpunkt Verkehrsrecht