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Rad am Rhein ist umgezogen. Nach zehn Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit probieren die Kreisverbände links und rechts des Rheins seit Früjahr 2011 unterschiedliche Wege. Das Magazin der Düsseldorfer ADFC heißt weiter Rad am Rhein und ist jetzt hier zu finden. Die ADFC-Verbände Rhein-Kreis Neuss und Krefeld/Viersen haben ein eigenes Magazin "Rad am Niederrhein" aufgelegt, das Sie hier finden können.

Alternative Methoden zur Fahrradcodierung

Die Fahrradcodierung dient dazu, gestohlene Fahrräder zu ihren Besitzern zurückzuführen und potentielle Straftäter von einem Fahrraddiebstahl abzuhalten. Die Rahmennummern der Hersteller sind bekanntlich nicht eindeutig und geben keinen Hinweis auf den rechtmäßigen Besitzer.

Der ADFC setzt seit vielen Jahren auf die Codierung durch Eingravieren in den Fahrradrahmen. Die individuell eingefrästen Buchstaben und Zahlen ergeben sich aus dem Codiersystem EIN*, das die Innenministerkonferenz der Länder 1997 den Polizeibehörden der Länder empfohlen hat. Viele Polizeibehörden und Fahrradgeschäfte verwenden dieses System.

Die Kennzeichnung per Gravur erfordert aber handwerkliches Geschick und einen hohen Zeitaufwand. Deshalb gehen in jüngster Zeit einzelne Polizeibehörden in den Kreisen Kleve und Neuss dazu über, Räder durch Sicherheitsaufkleber mit einer fortlaufenden Nummer zu kennzeichnen. Die Zuordnung eines Fahrrads zum Eigentümer ist dann nur über eine Anfrage an eine Datenbank möglich, in der diese Nummer und die zugehörigen Personendaten erfasst sind.

Spontane Verdachtskontrollen durch die Polizei sind mit dem vom ADFC empfohlenen und eingesetzten EIN-Code schon durch die enthaltenen Initialen des Eigentümers jederzeit auf einen Blick möglich. Die Codierung mit vorgefertigten Aufklebern erfordert dagegen immer eine Anfrage an eine Datenbank im eigenen oder sogar in einem fremden Polizeibezirk, was Kontrollen und die Zuordnung von gestohlenen Rädern hemmt.

Fazit

Die Fahrradcodierung mit Klebeetiketten vermindert den Arbeitsaufwand und kann zu einer weiteren Verbreitung der Fahrradcodierung beitragen. Die abschreckende Wirkung auf Fahrraddiebe dürfte aber geringer sein als bei der Gravur. Die Wahrscheinlichkeit, einen Aufkleber mit entsprechenden Lösemitteln restlos entfernen zu können, ist sehr hoch. Besonders bei der dezentralen datenbankbasierten Lösung ist der dauerhafte Nutzen fragwürdig, da ein Fortbestand der Datenbanken auf Jahrzehnte kaum garantiert werden kann. Solche Lösungen werden aber z.B. im Kreis Kleve, in Neuss, Bremen/Oldenburg und Leipzig angewandt oder vorbereitet. Eine Abstimmung innerhalb der Länder oder bundesweit ist zur Zeit nicht erkennbar. Bei Aufgabe einer solchen Datenbank würden schlagartig alle damit erfassten Codierungen wertlos.

Die aktuelle Technische Richtlinie TR 3462 des ADFC spricht sich deshalb auch für die Codierung mit EIN-Code aus, wahlweise auch mit dem Klebeverfahren.

Andreas Domanski